Performances
tänzerische Performance im Musikvideo von King Ring – Eminenz
Performance bei Film meets Perfomanceart zum Soundtrack vom Film Trainspotting von Danny Boyle (erschienen 1996)
Leichtigkeit. Losgelöstheit. Genuss.
Das sind die Bilder, die zu Beginn der Performance zu sehen sind. Der Soundtrack zum Film fängt entspannt an. 1 Minute des Liedes. Alles ist gut.
Dann fängt der Takt an sich zu ändern. Die Musik wird schneller, lauter, störender. Das Chaos rollt durch den Sound wie ein Erdbeben, dass von Innen heraus überhand nimmt über den gesamten Körper. Es hört nicht auf, steigert sich weiter, bis zur Erschöpfung. Und dann endlich die Erlösung. Oder doch nicht?
Der Soundtrack zum Film spiegelt die Facetten des Films in der Melodie perfekt wieder. Leicht. Beginnendes Chaos, dass sich steigert, nicht aufhört. Bis es eine kurze Erlösung gibt und dann plötzlich das Chaos zurückkehrt.
Zusammen mit Gummundur Haraldson habe wir diese Bilder in Bewegung zur Musik verkörpert / embodied, um ihnen so mehr Ausdruck und Intensität zu geben und sie mit Leben zu füllen.
Wir alle kennen das Gefühl von Chaos im Leben und wissen, wie es sich anfühlt, wenn es zu viel wird, zu anstrengend,überfordernd. Und wie erleichternd es sich anfühlt, wenn es vorbei ist und sich alles wieder ordnet.
Manche Menschen verlieren sich in diesem Chaos und ich denke, dass wir in unserem Leben in Momenten der Überforderung, in denen wir unsere Grenze sehr bewusst zu spüren bekommen, eine Ahnung davon bekommen können, warum manche Menschen sich in diesem Chaos verlieren und den Weg raus nicht mehr alleine finden können.
Ich denke, dieses Bild kann ein tieferes Verständnis für Menschen mit Suchterkrankung schaffen.
Das Konzept hinter Film meets Perfomanceart finde ich rund. Es schafft eine Atmosphäre, durch die die Zuschauer:innen ein anderes, weiteres, tieferes Filmerlebnis bekommen.
Lied: Born Slippy von Underworld
Ort: Substanz Osnabrück